Fachoberschule

Wir bieten seit dem Schuljahr 2010/11 den Besuch der Fachoberschule in zwei Fachrichtungen an:

  • Wirtschaft und Verwaltung
  • Gesundheit

Die Fachoberschule führt die Schülerinnen und Schüler mit einem Abschluss der Sekundarstufe I in zwei Jahren zur allgemeinen Fachhochschulreife. Sie gliedert sich in den schulischen und den praktischen Bereich.

Die Fachoberschule endet am Ende der Jahrgangsstufe 12 mit der Fachhochschulprüfung. Französisch wird fakultativ angeboten, so dass nach der 12. Jahrgangsstufe die Möglichkeit besteht, an der BOS II die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Aufnahmevoraussetzung

In die Fachoberschule können Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, die nachstehende Voraussetzungen erfüllen:

  • Qualifizierter Sekundarabschluss I mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 (Durchschnitt aus Pflicht- und Wahlpflichtfächern), wobei keines der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik unter „ausreichend“ bewertet sein darf, oder
  • Versetzung an einem Gymnasium mit neunjährigem Bildungsgang in die Klassenstufe 11, oder
  • Versetzung an einem Gymnasium mit achtjährigem Bildungsgang in die Klassenstufe 10, oder
  • und Nachweis eines Praktikumsvertrages

Organisation

 12. Klasse

5 Tage Unterricht in der RRS plus

 11. Klasse

3 Tage Praxis in einem Betrieb

2 Tage Unterricht in der RRS plus

Anmeldeunterlagen

Zur Anmeldung müssen folgende Unterlagen mitgebracht werden:

  • Geburtsurkunde (Kopie)
  • Lichtbild
  • lückenloser, tabellarischer Lebenslauf   mit Unterschrift
  • Halbjahreszeugnis der 10. Klasse
  • Abschlusszeugnis oder Jahreszeugnis der 10. Klasse des Gymnasiums muss unmittelbar nach Erhalt nachgereicht werden
  • Nachweis über eine geeignete Praktikumsstelle soll bis zum 31. Mai 2012 erfolgen

Festliche Einführungsfeier der FOS

- Landrat Schick stellt zeitnahe bauliche Erweiterung in Aussicht -

46 Schülerinnen und Schüler feierten mit über 250 Gästen - Eltern, Lehrern, Betriebsvertretern und Prominenz aus Politik - am 5. August die Einführung der Fachoberschule an der Rochus-Realschule plus Bingen. Die Rochus-Realschule plus bietet mit den beiden Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung sowie Gesundheit neue Wege und neue Chancen für aufstiegsorientierte Schülerinnen und Schüler.

Staatssekretärin Vera Reiß hatte federführend mit der Bildungsministerin die Aufnahme der Fachoberschulen an den Realschulen plus bildungspolitisch eingeleitet. Sie erläuterte auf der Einführungsfeier das neue Schulkonzept, das in Bingen und an weiteren 11 Schulstandorten in Rheinland-Pfalz ab diesem Schuljahr an den Start geht.

Landrat Claus Schick als erster Repräsentant des Schulträgers sowie der erste Beigeordnete,
Adam Schmitt, hatten keinen Zweifel daran gelassen, dass sie mit positiver Erwartung auf die neue Herausforderung der Rochus-Realschule plus blicken. Der Landrat sicherte Unterstützung zu und stellte eine „zeitnahe bauliche Erweiterung“ in Aussicht.

Oberbürgermeisterin Birgit Collin-Langen unterstrich in ihrem Grußwort die langjährigen Verbindungen der Stadt Bingen zur RRS+, geprägt unter anderem durch den jährlichen Schüleraustausch mit der französischen Partnerstadt Nuits-Saint-Georges.

Der Präsident der Fachhochschule Bingen, Prof. Dr. Klaus Becker, erinnerte an die bereits bestehende Zusammenarbeit und verdeutlichte die Möglichkeit einer verstärkten Vernetzung zwischen der Rochus-Realschule plus und der Fachhochschule. Viele Rochus-Realschüler werden mit dem Fachabitur in der Tasche in zwei Jahren Studentin oder Student sein – vielleicht an der Fachhochschule Bingen, die ihnen neue Chancen und Perspektiven eröffnen wird.

Schulleiter Bernd Karst betonte, dass die Realschule ihren eigenen, unverwechselbaren Bildungsauftrag und ihr eigenes Profil besitzt. Die Realschule plus sei kein Gymnasium light.
Die Realschulbildung sei mit Blick auf die gesellschaftlichen Anforderungen und Herausforderungen eigenständig und daher unverzichtbar. Dass die Rochus-Realschule plus ab diesem Schuljahr mit dem Angebot einer Fachoberschule starten könne, erhöhe ihre Attraktivität. Die Schule biete ihren Schülerinnen und Schülern einen durchgängigen Bildungsgang an – von der Klassenstufe 5 bis zur Klassenstufe 12. Die konstanten Anmeldezahlen seien ein Beleg dafür, dass die Fachoberschule an der Realschule plus eine Marktlücke schließt, weil sie vorhandene Bildungsreserven zusätzlich ausschöpfe, so der Schulleiter.

Kooperationspartner sind für die Rochus-Realschule plus insbesondere die Betriebe. Zwischen der Realschule und den Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen besteht traditionell eine gute, langjährig gewachsene Zusammenarbeit. Schließlich wechselt ein hoher Schüleranteil in die duale Ausbildung. Dies wird auch weiterhin der Fall sein. Der Schulleiter bedankte sich bei den vielen Betrieben, die sich bereit erklärt hatten, einen Praktikumsplatz anzubieten. Das zeige, dass die Fachoberschule auch bei den Betrieben großen Zuspruch findet. Der Dank gelte auch den engagierten Lehrerinnen und Lehrern, dem Schulelternbeirat mit der Vorsitzenden Marion Berres und dem Förderverein mit seinem Vorsitzenden Rudolph Polzer.

Die Koordinatorin der Fachoberschule, Beate Wegmann, die von der Berufsbildenden Schule Mainz III an die RRS+ versetzt wurde, stellte sich den 11. Klassen vor und wünschte den 46 Schülerinnen und Schülern viel Erfolg auf dem Weg zur Fachhochschulreife.

Die Steuergruppe - mit den Lehrerinnen Silke Lautz, Susanne Köppler, Britta Fondel, dem Koordinator Wolfgang Dengler und dem Realschulkonrektor Dieter Schmitt als Mitglieder
- hatte sich anlässlich der Einführungsfeier der Fachoberschule an der RRS+ eine besondere
Symbolik ausgedacht: Das Schmücken eines Baumes mit auf Blättern aufgetragenen Wünschen der FOS-Schülerinnen und Schülern.

RL‘in Silke Lautz erläuterte: „Als Baum hat die Steuergruppe die Elsbeere ausgesucht. Die Elsbeere ist der Baum des Jahres. Sie steht nun im Rampenlicht, ebenso wie die Schülerinnen
und Schüler der Fachoberschule. Die Elsbeere besitzt eine der edelsten Hölzer, eine attraktive und relativ späte Blüte, eine traumhafte Herbstfärbung und Früchte, mit denen man hochwertige Delikatessen herstellen kann – wenn man davon weiß.“ Auffällig also seien die Parallelen zwischen diesem wertvollen Baum des Jahres 2011 und den Perspektiven, die die neue Fachoberschule an der Rochus-Realschule plus biete.

tl_files/fM_k0001/photos/fos/wegmann.gif Beate Wegmann (l.) hat die Lehrbefähigung für Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. An der RRS+ hat Frau Wegmann mt Beginn dieses Schuljahres die Funktion der Koordinatorin für die Fachoberschule übernommen. tl_files/fM_k0001/photos/fos/lautz.gif
Silke Lautz (r.) ist Mitglied der Steuergruppe "Realschule plus" und Koordinatorin für die Orientierungsstufe.