Pflicht-Wahlfächer

Bei uns gibt es, wie an allen Realschulen plus in Rheinland-Pfalz, die sogenannten Pflicht-Wahlpflichtfächer. Die Schüler haben in der 6. Klasse die Möglichkeit, sich in den verschiedenen Pflichtangeboten zu orientieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, man entscheidet sich für das Orientierungsstufenangebot, dies bedeutet vierteljährlicher Unterricht in WuV, TuN, HuS und bei uns noch zusätzlich Informationstechnische Grundbildung, oder man wählt das Wahlpflichtfach Französisch.

Nach der 6. Klasse entscheidet man sich für eines dieser vier zweistündigen Fächer und behält dies in der Regel bis zur 10. Klasse.

Wirtschaft und Verwaltung (WuV)

Ökonomie beherrscht den öffentlichen Diskurs und beeinflusst das private Leben. Ökonomische Bildung will verstärkt wirtschaftliches Sachwissen an die Hand geben, Kenntnisse und Einsichten vermitteln, die wirtschaftliches Denken und Handeln in Lebenssituationen als Verbraucher und Verbraucherinnen, Arbeitnehmende, Selbstständige, Staatsbürger und -bürgerinnen ermöglichen.
Die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt und die Vorbereitung auf eigenverantwortliches gesellschaftliches Handeln gelingt in der heutigen Welt nicht ohne Ökonomische Bildung.
 
Was steht im Vordergrund?
Im Wahlpflichtfach Wirtschaft und Verwaltung stehen die didaktisch-methodischen Grundsätze der Problem-, der Handlungs-, der Schülerorientierung und das methodische Arbeiten im Vordergrund.
 
Vorbereitung auf ökonomisch geprägte Lebenssituationen
Die Schüler treffen in den Bereichen der Wirtschaftsbürger, Konsumenten, Arbeitnehmer und Unternehmer begründend nachhaltige ökonomische Entscheidungen (siehe Grafik). Ergänzt werden diese vier Bereiche durch die Unterrichtsprinzipien der Berufsorientierung und der informatischen Bildung. Daher steht im Fach Wirtschaft und Verwaltung die zu vermittelnde Kompetenz bzw. Teilkompetenz im Vordergrund.

Was bedeutet kompetenzorientiert?
Im kompetenzorientierten Unterricht wird Wissen nicht als ein Gegenstand, sondern als ein Produkt einer individuellen Konstruktionsleistung angesehen. Mit Hilfe ausgewählter Projekte (z.B. Pausenverkauf, Klassenzeitung, Schülerfirma, Flohmarkt, Planspiele) sollen die Schüler in die Lage versetzt werden, auf der Grundlage ihrer Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten fundiert eine Entscheidung treffen zu können.
 
Zielsetzung des Wahlpflichtfaches WuV:
Ziel ist es, den Schülern verbesserte Bildungs- und Aufstiegschancen in Schule und Beruf zu bieten. Durch das Fach Wirtschaft und Verwaltung wird vielen Schulabgängern der Übergang in Berufe im kaufmännischen und im Verwaltungsbereich sowie die Fortsetzung der Schullaufbahn in wirtschaftskundlichen Bildungsgängen (z.B. Fachoberschule, der Berufsfachschule 1 oder des Wirtschaftsgymnasiums) erleichtert.

Technik und Naturwissenschaften (TuN)

Im Orientierungsstufenangebot des 6. Schuljahres, das während eines halben Jahres zweistündig unterrichtet wird, werden Werkstücke angefertigt, die einen physikalischen (z.B. Waage, Kompass) oder schulhistorischen Hintergrund (z.B. Griffelkasten) besitzen.

Lehrgangsmäßig werden die Tätigkeiten Sägen, Raspeln, Feilen, Schleifen, Leimen, Nageln, Schrauben usw. vermittelt, sowie der fachgerechte Gebrauch elektrischer Werkzeuge (Bohrmaschine, Schleifmaschine) erlernt. Die Herstellung der Werkstücke wird dokumentiert (Material- und Werkzeugliste, Zeichnungen/Schablonen, Arbeitsschritte, Foto der fertigen Arbeit).

Hauswirtschaft und Soziales (HuS)

Das Fach HuS ist Teil des Orientierungsangebots der Wahlpflichtfächer in Klasse 6 und wird in einem Schulhalbjahr zweistündig unterrichtet. In dieser Zeit lernen die Schülerinnen und Schüler die grundlegenden Inhalte des Faches kennen.

Das Fach hat zwei Bestandteile:

„Hauswirtschaft“ bezieht sich auf alle Arbeiten, die in einem Haushalt anfallen. Schwerpunkte sind Küchen- und Haushaltstechnik, Ernährung und Nahrungszubereitung.

„Sozialwesen“ hat mit dem Leben in Gemeinschaften zu tun. In erster Linie betrachten wir die Familie als Gemeinschaft; aber auch Schule, Vereine, der Freundeskreis und Jugendgruppen gehören dazu.

Von Klasse 7 an bis Klasse 10 wird das Fach zweistündig weitergeführt.
Je nach Klassenstufe werden die Einzelthemen vertieft und erweitert: Schwangerschaft und Erziehung in der Familie, Wohnformen, Welternährungsproblematik etc.

Wie in allen anderen Wahlpflichtfächern integrieren wir die Unterrichtsprinzipien Berufsorientierung, ökonomische Bildung und informatorische Bildung.

Gerade in diesem Fach ist ein praktischer und projektorientierter Unterricht erwünscht, der von den Schülerinnen und Schülern eine hohe Sozialkompetenz erfordert. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeleitet, eine ordentliche und lückenlose Kompetenzmappe zu führen. Diese Maßnahme kann ihnen die spätere Berufswahl erleichtern.

Französisch

Baguette, restaurant, hôtel…..,

vieles verstehen wir, aber was ist, wenn französische Touristen fragen, wo es zur Fähre geht oder in Frankreich ein Stellplatz auf einem“ terrain de camping“ reserviert werden soll?

Fremdsprachen zu verstehen und zu sprechen erleichtert das Leben bei Reisen ins Ausland und beim Kennenlernen anderer Menschen und Kulturen.

Frankreich ist Deutschlands größter Nachbar und Französisch zu lernen öffnet die Tür zu neuen Freundschaften, z. B. aus dem Schüleraustausch, den die RRS plus schon seit vielen Jahren mit dem collège Felix Tisserand in Nuits-St. Georges pflegt.

Als größter Wirtschaftspartner der BRD ist Frankreich auch ein interessanter Standort für Praktika, Auslandssemester und Jobs. Voraussetzung sind zumindest Grundkenntnisse in der französischen Sprache.

Die RRS plus bietet Französisch im Rahmen der Wahlpflichtfächer in der Klassenstufe 6 an. Im Gegensatz zu den anderen Wahlpflichtfächern, die quartalsweise unterrichtet werden, haben die Schüler, die Französisch wählen, das ganze Schuljahr über Zeit, sich mit dieser Sprache vertraut zu machen. Am Ende der 6. Klasse entscheiden sie sich für eine Fortführung oder für ein anderes Wahlpflichtfach. Bei einer Fortführung hat der Schüler dann Französisch bis einschließlich der 10. Klasse. Dies ist gerade für Schüler, die vorhaben nach der 10. Klasse auf ein Gymnasium zu wechseln um ihr Abitur zu machen, interessant, weil sie dann dort eine zweite Fremdsprache nicht mehr lernen müssen.

Das Sprachdiplom DELF scolaire

In Zusammenarbeit mit dem Institut français in Mainz bieten wir die (freiwillige) Teilnahme an der Sprachprüfung DELF scolaire an. Diese richtet sich an die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Französisch in Klasse 9 und 10 (3. bzw. 4. Lernjahr).

Geprüft werden die Bereiche Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben, Sprechen.
Es gibt 4 verschiedene Niveaustufen (A1, A2, B1, B2), wobei in diesem Schuljahr die Prüfungen A1 und A2 abgelegt werden können.

Die nach einer erfolgreichen Teilnahme ausgehändigten DELF-Zertifikate sind staatliche Sprachdiplome, welche vom französischen Erziehungsministerium vergeben werden. Sie sind standardisiert und international anerkannt. Es können also unabhängig von der besuchten Schulart sprachliche Kompetenzen nachgewiesen werden, was z.B. bei Bewerbungen um einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz von Vorteil sein kann.

Anmeldung
Wenn Ihr Kind an der DELF-Prüfung teilnehmen möchte, füllen Sie bitte den Anmeldebogen aus und geben diesen bei einer Französischlehrerin ab.