05.02.2019

„Gemeinsam stark mit Parkinson“ - Die Klasse 12GUS der Fachoberschule mit dem Schwerpunkt „Gesundheit und Soziales“ gründet eine Parkinson Selbsthilfegruppe (SHG)

„Gemeinsam stark mit Parkinson“ - Die Klasse 12GUS der Fachoberschule mit dem Schwerpunkt „Gesundheit und Soziales“ gründet eine Parkinson Selbsthilfegruppe (SHG) und präsentiert Erlebnisberichte von Interviews mit SHGs aus der Region

Im Oktober 2018 startete mit der 12GUS der Fachoberschule an der Rochus Realschule plus in Bingen bereits der fünfte Durchlauf des Projekts „Voneinander lernen - Sich und andere stark machen: Selbsthilfegruppen in und um Bingen“ in Kooperation mit der KISS Mainz / DPWV. Das Projekt dient somit der Verbesserung und Intensivierung der Akzeptanz für die Probleme von Erkrankten seitens nicht betroffener Menschen. Viele wissen oft nicht um die so wertvolle Arbeit, welche in den vielen SHGs des Landes geleistet wird, bis sie erst durch das Erleben einer eigenen Krankheit oder der Nahestehender und ihrer Problematik über Bekannte, Verwandte oder eigene Recherchen mit einer SHG in Kontakt kommen. 

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) der Fachoberschulklasse 12GUS waren sensibilisiert und neugierig, mehr über Selbsthilfegruppen (SHGs) zu erfahren, da sie bereits während ihrer Praktikumstätigkeiten im Rahmen der Klasse 11 bei Patienten erlebt hatten, dass sich diese auch nach der Entlassung aus medizinischen Einrichtungen mit der weitergehenden Heilung ihrer Erkrankung beschäftigen. 

In diesem Jahr erstmalig sehr bereichert durch das tolle Engagement der Sprecherin der „Junge Meenzer Parkis“ Frau Ertl und mit tatkräftiger und erfahrener Unterstützung von Frau Tölle von der KISS Mainz wurden die 12GUS-Schülerinnen und Schüler selbst zu SHG-Gründern, sie simulierten ein typisches Erstinterview zur Gründung ihrer eigenen „Parkinson“-SHG, entwarfen ein Anschreiben zur Kenntnis für das Medizinische Fachpersonal, schrieben die entsprechende Pressemitteilung und gestalteten kreativ ihren eigenen SHG-Flyer.

Im zweiten Teil des Projekts verabredeten sich die SuS in Kleingruppen mit den SHGs, welche sich vorher zu einem Gruppen- oder Einzel-Interview in Absprache mit der KISS MZ bereit erklärt hatten. Sie bekamen nach Vermittlung durch die KISS MZ über einen Zeitraum von vier Monaten die Möglichkeit, einen Interviewtermin mit ihrer ausgewählten SHG zu vereinbaren. Sie sensibilisierten sich zuvor für die speziellen Erkrankungen und ihre Problematiken und konnten am Ort zu ihren vorbereiteten Fragen neben den Antworten in den Interviews auch wertvolle persönliche Eindrücke sammeln. Diese bündelten sie in Form eines Erlebnisberichts. Im Januar 2019 wurden insgesamt sechs beeindruckende und bewegende Erlebnisberichte vor Frau Ertl, Frau Tölle und dem FOS-Kollegium des Schwerpunktfachs „Gesundheit und Pflege“ präsentiert. 

Frau Ertl war so positiv beeindruckt von dem von Schülerinnen und Schülern selbst gestalteten Bild auf dem eigenen SHG-Flyer, dass dieses sofort für die Gestaltung des Flyers einer ganz neu gegründeten Parkinson SHG aufgegriffen wurde. Erfreulicherweise gab es auch von den anderen SHGs  sehr positive Rückmeldungen an die KISS MZ, die sich über das gesteigerte Interesse junger Menschen an ihrer Tätigkeit in einer SHG freuten.

Dr. Olaf Dransfeld, Projektkoordinator