Erdkunde-Exkursion nach Südtirol

Ein traditionelles Schulprojekt: 

Die alljährliche Erdkunde-Exkursion 

 

Zum unverzichtbaren Angebot der Rochus-Realschule plus Bingen mit Fachoberschule gehört seit dem Jahr 2000 die alljährliche Erdkunde-Exkursion. Initiator, Organisator und Leiter dieses traditionellen Projektes ist Realschulkonrektor Dieter Schmitt. Bisherige - teilweise mehrmalige - Projektziele waren Norwegen, Teneriffa, Nordsee und Südtirol.

 

In diesem Jahr stand wiederum Südtirol auf dem Programm. Zu der Fahrt nach Natz in das Jugendhotel Fürstenhof vom 19. bis 24. Juni 2016 hatten sich 79 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Diese hohe Teilnehmerzahl sowie die Tatsache, dass manche von ihnen bereits mehrmals zuvor an den Projektfahrten teilnahmen, bestätigen den großen Erfolg und Zuspruch dieses schulischen Angebotes. Die Südtirol-Woche war für alle Beteiligten eine wertvolle Zeit. Die Kinder und Jugendlichen waren hoch interessiert. Sie hatten erdkundliche Vorkenntnisse bereits in einer Arbeitsgemeinschaft erworben, so dass Sachverstand, Neugier und Motivation vorab gewährleistet waren.

 

Große Anerkennung gebührt den Schülerinnen und Schülern, deren sichtbar positives und diszipliniertes Verhalten auch von Fremden während der Wanderungen immer wieder wertgeschätzt wurde. 

 

Stationen der sechstägigen Projektfahrt waren u.a. Schloss Neuschwanstein und das Silberbergwerk Schwaz auf der Hinfahrt sowie Wanderungen zu den Erdpyramiden bei Oberwielenbach und um die Drei Zinnen, die Besichtigung eines Archeoparcs im Schnalstal, eine Tageswanderung vom Grödner Tal ins Villnösstal entlang der Geislerspitzen, eine Morgenwanderung vom Jochtal zur Fane Alm mit einem anschließenden Almfrühstück und schließlich eine Unter-Tage-Besichtigung des Bergbaumuseums Ridnaun.

 

Begleiter der Projektgruppe waren Dieter Schmitt (Leitung) sowie Katharina Bitz, Norbert Pohl, Petra Karst und Bernd Karst

 

Text Bernd Karst

Erdkundeexkursion an den Gardasee

RRS plus on Tour: Exkursionsteilnehmer erkunden den Gardasee

Zum traditionellen Angebot der Rochus-Realschule plus Bingen mit FOS gehört die jährlich stattfindende Erdkunde-Exkursion, die in diesem Jahr an den Lago di Garda nach Italien führte. Realschulkonrektor Dieter Schmitt, Initiator und Leiter der Exkursion sowie sein Team, bestehend aus Esther Ankenbrand, Norbert Pohl, Susanne Köppler, Petra und Bernd Karst, starteten am 31.03.2019 mit 46 Schüler/innen aus den Klassen 5-9. Ziel der 8-tägigen Exkursion war der Gardasee, der größte See Italiens, der sich von den Alpen bis zur Po-Ebene erstreckt. Das Bergmassiv des Monte Baldo, mit seinen 5 Gipfeln über 2000 Metern und die Stadt Venedig waren ebenfalls fester Bestandteil der Exkursion.

 

Montag, 01.04.2019

Nach einer 12-stündigen Busfahrt erreichte die Exkursionsgruppe am frühen Morgen die Stadt Cisano, am Ostufer des Gardasees. Am Nachmittag, nach Bezug der Unterkünfte, startete die erste Wanderung entlang der Uferpromenade. Der Weg führte von Cisano nach Bardolino, wo alle Teilnehmer/ innen einen ersten Eindruck des Gardasees erhielten sowie die Altstadt Bardolinos kennenlernten. Ziel der Wanderung war die vom Tourismus geprägte Stadt Garda, mit ihren vielen verwinkelten Gassen und Häusern.

 

Dienstag, 02.04.2019

Der Tag begann mit einem Besuch des Ölmuseums in Cisano. Während einer Führung erhielten die Schüler/innen viele interessante Informationen über den Olivenanbau in der Region sowie die Herstellung von Olivenöl, früher und heute. Im Anschluss erfolgte eine Verkostung der verschiedenen Olivenölsorten. Danach stand der Besuch der Stadt Sirmione, gelegen an der Spitze einer sehr schmalen, weit in den See hineinragenden Halbinsel, auf dem Programm. Hier wurde die mächtige Wasserburg/ Festungsanlage der Scaliger, die als das Wahrzeichen der Stadt gilt, besichtigt. Im Anschluss folgte ein Spaziergang entlang des Südufers und durch die Altstadt mit ihren vielen engen Gassen und Häusern. Der Besuch einer Gelateria durfte natürlich nicht fehlen

 

Mittwoch, 03.04.2019

Ziel des heutigen Tages waren die Städte Malcesine und Limone sul Garda. Vorbei an der imposanten Scaligerburg, erreichte die Gruppe die malerische Altstadt und den Bootsanleger der Stadt Malcesine. Mit dem Schiff ging es weiter nach Limone sul Garda, wo eine Besichtigung des eindrucksvollen Zitronengewächshauses „del Castel“, welches sich über mehrere Terrassen erstreckt, auf dem Programm stand. Eine Wanderung entlang des Westufers rundete diesen Tag ab, bevor das Schiff die Gruppe wieder zurück nach Malcesine brachte.

 

Donnerstag, 04.04.2019

Venedig, die Hauptstadt der Region Venetien wurde auf mehr als 100 kleinen Inseln in einer AdriaLagune erbaut und war Ausflugsziel des heutigen Tages. Verwinkelte Gassen, prunkvolle Häuser/ Paläste, die vielen Kanäle, der Canale Grande, die berühmte Rialtobrücke, der eindrucksvolle Dogenpalast sowie der Markusdom und der Glockenturm auf dem Markusplatz faszinierten alle

 

Freitag, 05.04.2019

An diesem Tag stand das Nordufer des Gardasees im Mittelpunkt der Exkursion. Zunächst besuchte die Gruppe den Varone Wasserfall, der sich in einem privaten Naturpark befindet. Hier stürzt das Wasser aus dem Tenno-See durch eine Felsenschlucht 98 Meter in die Tiefe. Weiterhin wurden die besonderen klimatischen Bedingungen, die besonders bei Wassersportlern sehr beliebt sind, thematisiert. Im Anschluss erfolgte eine Besichtigung der Altstadt von Riva del Garda.

 

Samstag, 06.04.2019

In silbernen Drehgondeln ging es mit der Seilbahn von Malcesine aus hinauf auf den Monte Baldo, ein Bergmassiv, bestehend aus mehreren Gipfeln in über 2000 Metern Höhe. Schnee und winterliche Temperaturen machten aus dieser Wanderung ein tolles Erlebnis im Schnee, Schneeballschlacht inbegriffen.

 

Sonntag, 07.04.2019

Mit dem Schiff erreichten wir die Insel „Isola del Garda“, die auch als das Inseljuwel im Gardasee bezeichnet wird und sich heute im Besitz der Grafen Borghese-Cavazza befindet. Im Rahmen einer Führung sahen wir zunächst die herrliche Parkanlage mit ihren einheimischen und exotischen Pflanzen, Kiefern, Zypressen, Akazien, Zitronenbäumen und Magnolien. Danach besichtigten wir einige Prunkzimmer der Villa, die im Jahre 1903 fertiggestellt wurde, bevor das Schiff zurück nach Bardolino fuhr. Eine Wanderung entlang der Uferpromenade in Richtung der Stadt Lazise rundete den Nachmittag ab.

 

Montag, 08.04.2019

Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück in Cisano und der Abnahme der Zimmer, startete die Heimreise, die gegen 19 Uhr am Ausgangsort „Rochus-Realschule plus“ in Bingen endete.

 

20 Jahre RRS on Tour:

Exkursionsteilnehmer/innen erkunden die Kanareninsel Lanzarote

20 Jahre RRS plus on Tour – Aus diesem Anlass hatte sich Realschulkonrektor Dieter Schmitt, Initiator und Leiter der Exkursion, etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die traditionelle Erdkundeexkursion führte im Jubiläumsjahr auf die Kanareninsel Lanzarote. Am 01.03.2020 startete das Team, bestehend aus Dieter Schmitt, Barbara Junge, Norbert Pohl, Susanne Köppler, Petra und Bernd Karst mit 32 Schüler/innen aus den Klassen 7-10 zu einer 8-tägigen Exkursion.

Sonntag, 01.03.2020

Am frühen Morgen erreichte die Gruppe den Flughafen Lanzarote, nahe der Inselhauptstadt Arrecife. Mit dem Auto ging es weiter Richtung Costa Teguise, zum Hotel Blue Sea Costa Teguise Gardens. Am Nachmittag startete ein Spaziergang entlang der Uferpromenade, mit dem Ziel „Juguetes de Erjos“, einer 3-teiligen Steinskulptur des Künstlers José Abad.

Montag, 02.03.2020

Der Tag führte die Gruppe zuerst in die Nähe des kleinen Ortes El Golfo, der den Blick auf eine atemberaubende Landschaft offenbarte. Steile Felsküsten, eine tosende Brandung, schwarzer Sand und darin eingebettet „Laguna/ Lago Verde“, ein durch Algen grünlich schimmernder See, der seine intensive Färbung erst so richtig bei Sonnenlicht zeigt.

Zu Fuß ging es weiter durch das kleine Örtchen El Golfo, zu einem besonderen Wanderweg, der entlang der Steilküste „Playa del Paso“ über Lavagestein verläuft und von allen höchste Konzentration erforderte.  

„Salinas de Janubio“, die größte Meersalzanlage auf den Kanaren, bot im Anschluss einen interessanten Einblick in die Gewinnung und Aufbereitung von Salz. Den Abschluss des Tages bildete ein absolutes Highlight, der brodelnde Hexenkessel „Los Hervideros“, mächtige Felsformationen an der Steilküste, die Höhlen, Tunnel und Trichter bilden.

Der Sonnenuntergang rundete diesen tollen Tag ab.

Dienstag, 03.03.2020

Der Hafen von Puerto del Carmen war Ausgangsort der heutigen Tour. Mit dem Schiff fuhr die Gruppe, begleitet von Delfinen, zur Insel „Los Lobos“, welche zwischen den Inseln Fuerteventura und Lanzarote liegt.

„Los Lobos“ stellt etwas Besonderes dar, da sie ein riesiges Naturschutzgebiet ist und eine  einzigartig trockene Lavalandschaft mit kleinen Lavakegeln, Maaren, Salzwiesen, Lagunen aufweist, ein Lebensraum für viele endemische Pflanzen und Tiere.

Am Nachmittag startete die Rückfahrt mit dem Schiff, eine recht stürmische Überfahrt, die niemand so schnell vergessen wird.

Mittwoch, 04.03.2020

Einen weiteren Höhepunkt dieser Exkursion stellte sicherlich der Besuch des „Nationalparks Timanfaya“ dar. Während einer 45-minütigen Bustour auf der „Ruta de los Volcanos“ (Vulkanroute) erlebten alle eine einzigartige Vulkanlandschaft, bestehend aus Lavaströmen und mächtigen Vulkankegeln, den „Montanas del fuego“, die in besonderen Farben leuchteten.

Im Anschluss an die Tour erfuhren alle etwas über die beeindruckenden Kräfte, die sich im Erdinneren abspielen: Feuer, einzig und alleine entfacht durch die Hitze im Erdinneren.  Diese Naturkräfte bescherten allen ein tolles Mittagessen: Hähnchen vom Naturgrill.

Die sich anschließende Wanderung zum Vulkankegel „Caldera Blanca“, der die höchste Erhebung im Inneren der Insel darstellt, bildete den Abschluss dieses Tages.

Donnerstag, 05.03.2020

Der erste Stopp lag im Süden Lanzarotes  bei der Sehenswürdigkeit „Mirador del Rio“. Das mehrstöckige Bauwerk, von außen kaum sichtbar, da seine Räume/Terrassen  in den Felsen gebaut wurden, bot einen tollen Blick auf die Insel La Graciosa, die zum Chinijo- Archipel gehört.

Die faszinierende „Unterwelt“ Lanzarotes erlebten alle Exkursionsteilnehmer/innen bei den Sehenswürdigkeiten „Cueva de los Verdes“ und „Jameos del Aqua“.

In einem Lavatunnel, der über 6 Kilometer lang ist und sich vom Kegel des Vulkans bis zum Meer erstreckt, befindet sich die etwa 1 km lange Höhle „Cueva de los Verdes“, die mithilfe spezieller Licht- Schatten- und Musikelementen in Szene gesetzt wird und das von César Manrique geschaffene Kunstwerk „Jameos del Aqua“. Das Highlight hierbei bildet sicherlich das Grottensystem mit einem kleinen See, welcher kleine weiße, blinde und endemische Krebse beheimatet.

César Manrique – eine Leben für die Kunst: Am Nachmittag stand eine Besichtigung seines Anwesens auf dem Programm, das in einem Lavatunnel errichtet wurde.

Danach ging es wieder in den Norden der Insel, zur Besichtigung des „Jardin de Cactus“. Terrassenförmig aufgebaut und in einer Lavasenke gelegen, bietet dieser Garten Platz für über 4500 Pflanzen und Kakteen.

Freitag, 06.03.2020

Ein erster Zwischenstopp in „Stratified City“ ermöglichte einen Blick auf bizarre Steinformationen, die durch die klimatischen Besonderheiten - starke Winde und Hitze- ständigen Veränderungen in ihrer Gestalt unterliegen.

Das Hauptaugenmerk des Vormittags richtete sich auf die „Besonderheiten des Weinanbaus“. Die Besichtigung des Weingutes „El Grifo“ lieferte viele Informationen über den Weinanbau auf Lanzarote. Kleine halbmondförmige Mauern aus Lavastein umgeben jeweils 1 bis 2 Reben. Diese wachsen nicht in die Höhe, sondern breiten sich am Boden aus. So sind sie vor Wind geschützt, wobei die vielen Lavasteine Wärme speichern und eine optimale Versorgung mit Wasser bieten.

Am Nachmittag hieß das Ziel noch einmal „Nationalpark Timanfaya“, genauer gesagt „Echadero de Camellos“ (Kamel-Ruheplatz). Dort begaben sich alle auf den Rücken der Kamele. Die 20-minütige Tour bot den Schülerinnen und Schülern etwas Besonderes, alle amüsierten sich über diese wacklige Art der Fortbewegung, Spaßfaktor garantiert.

 

Samstag, 07.03.2020

Bei „rauer See“ und hohem Wellengang ging es mit dem Schiff zur Insel „La Graciosa“. Diese autofreie und kleineste Insel der Kanaren bietet neben ein paar wenigen Ferienhäusern und einem kleinen Ortskern Platz für ca. 600 Einwohner. Helle Sandstrände und eine raue Lavalandschaft, die aus 4 großen Vulkankegeln besteht, prägen diese Landschaft, die in einer Wanderung erkundet wurde und viele grandiose Ausblicke bot.

Die Fahrt zurück mit der Fähre nach Órzola war nichts für schwache „Magennerven“, aber die Kids hatten ihren Spaß.

 

Sonntag, 08.03.2020

Am Nachmittag landete das Flugzeug sicher auf dem Flughafen in Stuttgart, an Bord extrem müde Exkursionsteilnehmer/innen und im Gepäck viele einzigartige Erinnerungen an eine besondere Erdkundeexkursion.