Klasse 12 GuS besuchte die Ausstellung "MiMa Ingelheim - Erzähl mir was vom Tod"

„MiMa Ingelheim - Erzähl mir was vom Tod“: Die Klasse 12GuS unserer Fachoberschule des Schwerpunkts `Gesundheit und Soziales´ an der Rochus Realschule Plus Bingen besuchte im Rahmen eines Schwerpunkttags die Mitmachausstellung (MiMa) ‚Erzähl mir was vom Tod‘ in Ingelheim. 

 

Im September 2025 besuchte die 12GuS im Rahmen eines in die Unterrichtsthematik „Sterben, Tod und Trauer“ eingebetteten Schwerpunkttags die seit Jahren beliebte MiMa-Ausstellung, diese wagt sich seit dem Bestehen an große Fragen des Lebens. Hier sind immer bewusst alle Altersgruppen angesprochen und jede findet in der MiMa einen eigenen Zugang zum Thema. 

Diesmal lud die MiMa in die alte Ingelheimer Markthalle ein (s. Foto o.), die aktuelle heißt „Erzähl mir was vom Tod.“ Sie ist eine Ausstellung über das Davor und Danach und nimmt Interessierte mit zu einer Reise ins Jenseits, dies sogar stilecht mit Reisepass und Visum. Dort entdeckten die Schülerinnen und Schüler (SuS) des Schwerpunkts Gesundheit in einem geführten Rundgang in Kleingruppen die mit dem Thema Tod verbundenen Rituale und Traditionen verschiedenster Kulturen. Märchen, Mythen und kreative Spiele zeigten ihnen hier, wie wir und andere Kulturen und Generationen mit der Thematik Tod, Abschied und Trauer umgehen.

,Erzähl mir was vom Tod’ ist bewusst angelegt als eine positiv bewegende Ausstellung mit vielen interaktiven Stationen und Raum für Kreativität. Sie will nicht erschrecken oder niederdrücken sondern im Gegenteil: Den Tod zurück ins Leben rufen, das Leben feiern und Menschen zum Nachdenken anregen und so ins Gespräch bringen. „Viele Menschen versuchen, das Thema Tod von Kindern und Jugendlichen fernzuhalten. Die MiMa bringt ihnen Inhalte wie Zeit, Vergänglichkeit und Abschied behutsam näher und zeigt, dass der Tod zum Leben gehört“, fasst die Kulturwissenschaftlerin Stefanie Firyn zusammen, eine der drei engagierten Köpfe des MiMa-Managements. Dieses Ausstellungsprojekt des eigens dafür 2016 gegründeten Vereins „MitMachAusstellung e.V., Museum mit Kindern“ zeigt, wie Menschen an anderen Orten und in anderen Zeiten mit dem Tod umgehen – neben den christlich geprägten Traditionen werden auch historische Jenseitsvorstellungen aus dem antiken Ägypten der Pharaonenzeit vorgestellt, desweiteren der traditionelle ‚Día de los Muertos‘, das jährlich im November stattfindende mexikanische Totenfest. 

Die SuS der 12GuS konnten im „Paradies“ ihre individuellen Wünsche für die „Zeit danach“ festhalten, die historisch verewigten Zeugnisse aus dem Leben von Künstlern, Wissenschaftlern oder anderer berühmter Persönlichkeiten betrachten, sich probeweise in einen offenen Sarg hineinlegen, in der „Forever Young“- Station sich Gedanken machen über den heutigen Trend, nie alt werden zu wollen, oder sie konnten kreativ typische mexikanische Totenmasken oder andere Figuren des „Dia de los Muertos“ zeichnerisch ausschmücken. (s. Foto u.) Auch stellte dort ein Stand einer Hospizgruppe aus dem Landkreis Mainz-Bingen einen Bezug des Themas zur  Lebensrealität her.

Diese gemeinsame Erfahrung bereicherte sicher das Spektrum aus der Sicht aller Beteiligten. Erfreulicherweise gab es von den beteiligten SuS schon am Ort sehr positive Rückmeldungen an das MiMa-Team, das sich sicher über das gesteigerte Interesse junger Menschen an dieser Thematik freute. 

 

Dr. Olaf Dransfeld, KL im FOS-Schwerpunkt Gesundheit 

 

 

Quellen: 

 

mima-ingelheim.de

 

www.ingelheim-erleben.de/e-mima-familienausstellung-erzaehl-mir-was-vom-tod-eine-interaktive-ausstellung-ue